Poetry Slam trifft Glaube

Mit frischen und ungewohnten Formen den Glauben ins Wort bringen, das will das am 26. Juli gestartete Projekt „WORT:SCHÖPFUNG“ der Erzdiözese Freiburg. Das Projekt besteht aus mehreren Poetry Slams über Glaube, Liebe und Hoffnung. Ein Poetry Slam ist ein Dichtkunst-Wettstreit, bei dem Wortkünstlerinnen und -künstler sich in kreativen lyrischen Ausdrucksformen messen. „Diese Kunst ist voll von dem, was Menschen bewegt, was sie lieben, was sie glauben und hoffen,“ erklärt Tobias Aldinger, Referent für Glaubenskommunikation im Erzbistum, „also eine wunderbare Chance, die Slams mit den christlichen Fragen und Botschaften zusammen zu bringen.“ Raphaela Soden, im Erzbistum für Junge Erwachsene zuständig, hat zusammen mit Tobias Aldinger das Projekt initiiert. Soden findet die Poesie-Events nicht nur für junge Menschen spannend: „Bei einem Slam wird gelacht und gegrübelt, eine tolle Mischung, die zeigt, dass auch Glaube und Leben zusammengehören.“

Raphaela Soden und Tobias Aldinger, die Iniatoren des Projekts „WORT:SCHÖPFUNG“, Copyright: Erzbistum Freiburg

Hanz: „Wir trommeln Menschen zusammen, die Freude an Wortspielereien haben“

Johannes Elster aus Ludwigsburg, der unter dem Künstlernamen Hanz bereits an Hunderten von Slams teilgenommen hat, diese mittlerweile organisiert und moderiert, begleitet das Kirchenprojekt mit seiner Expertise: „Wir trommeln Menschen zusammen, die Freude an Wortspielereien haben, die sich nicht mit abgedroschenen Floskeln zufriedengeben und die mit ihrer Sprache und Performance andere überraschen und zum Nachdenken bringen“, erklärt er. Das Erzbistum Freiburg unterstützt mit dieser Idee ganz bewusst Initiativen, die auf neue Weise Glaubensfragen thematisieren und die christliche Werte ins Spiel bringen. „Das ist für uns selbst ein Experiment und wir verstehen unseren christlichen Glauben auch so, dass er nicht ohne die Weisheit eines Perspektivwechsels auskommt,“ betont Tobias Aldinger.

Der Poetry Slammer Hanz alias Johannes Elster, Copyright: Marvin Ruppert

Begleitet werden die Veranstaltungen von einem Dichtkunst-Wettbewerb, der mit Preisgeldern von 3000 € vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken ausgelobt wird. Alle, die gerne schreiben und dichten, können sich rund um die Themen Glaube, Liebe, Hoffnung mit einem Text für diesen Preis bewerben. „Mit Poesie und Wortkunst wollen wir Herzensanliegen zur Sprache bringen, denn über Glaube redet heute kaum jemand persönlich. Auch kritische und zweifelnde Stimmen sind ausdrücklich erwünscht,“ unterstreicht Raphaela Soden. Die Newcomer in diesem Bereich können zudem in Workshops eigene Texte entwerfen und daran feilen.

Die Slams und Workshops finden in Mannheim (13.01.2019), Karlsruhe (22.11.2018), Villingen-Schwenningen (17.11.2018), Fautenbach/Achern (20.10.2018) und Freiburg (28.11.2018) statt. Das Ganze mündet in eine Abschlussveranstaltung in der Freiburger Johanneskirche am 31. Januar 2019. Dort werden die Höhepunkte der Slams in einer besonderen Kirchenraum-Erfahrung präsentiert und die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs gekürt. Damit es nicht nur bei Worten bleibt, so das Erzbistum, sind die Eintritte frei und die erwünschten Spenden für karitative Zwecke bestimmt.

Alle Informationen zu diesem interessanten Projekt findet ihr hier:

 www.wortschoepfung-slam.de

Quelle: www.ebfr.de

Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Die Kommentare sind geschlossen.