„Reden allein hilft nicht. Wir müssen endlich handeln!“

KLJB zieht gemischtes Resümee aus der UN-Klimakonferenz in Kattowitz

Bad Honnef-Rhöndorf/Kattowitz, 19. Dezember 2018. Am vergangenen Wochenende ist die 24. Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen im polnischen Kattowitz zu Ende gegangen. Die KLJB, die erstmals selbst mit einer sechsköpfigen Delegation auf der COP vertreten war, zieht aus den Ergebnissen ein gemischtes Resümee.

„Wir begrüßen, dass sich die Staaten in letzter Minute doch noch einigen konnten und sich auf ein gemeinsames Regelbuch für die Umsetzung des Paris Klimaschutzabkommens verständigt haben“, erklärt Stephan Barthelme, KLJB-Bundesvorsitzender. „Der errungene gemeinsame Transparenzrahmen ist ein wichtiger Schritt. Dennoch gilt es jetzt das verabschiedete Regelbuch in nationale Politik in Deutschland wie weltweit zu übertragen. Offengebliebene Punkte, wie etwa Marktmechanismen und das Thema Schäden und Verluste, müssen weiter forciert werden.“ Deutschland habe durch seine starken finanziellen Zusagen und die Beteiligung in der sogenannten High-Ambition-Koalition aus Ländern des Globalen Südens und Nordens viel Engagement für den Klimaschutz weltweit gezeigt. „Das starke Engagement Deutschlands auf der Klimakonferenz ist sehr begrüßenswert. Dennoch werden die Klimaziele 2020 verfehlt werden – dieser Widerspruch muss aufgehoben werden. Reden und Handeln müssen wieder zusammenpassen!“, fasst KLJB-Bundesvorsitzender Stephan Barthelme zusammen.

Die KLJB auf der COP24

Die erstmalig akkreditierte KLJB-Delegation konnte sich insgesamt vor Ort jugend- und klimapolitisch aktiv einbringen, vernetzen und zentrale Kooperationspartner*innen treffen. So beteiligte sich die KLJB bei einer Aktion für mehr Jugendpartizipation in Form einer Demo sowie bei einem Flashmob, der auf die langsamen Fortschritte im Klimaschutz aufmerksam machte. Neben diesen selbst organisierten Aktionen konnte die KLJB den offiziellen Verhandlungen beisitzen. „Besonders bei den Statements der Länder des Globalen Südens wurde die Dringlichkeit zu handeln wegen durch den Klimawandel hervorgerufenen Problemen in ihren Heimatländern deutlich“, erläutert Stephan Barthelme. Des Weiteren ergaben sich zahlreiche Austauschgespräche, unter anderem mit dem Bundesministerium für Umwelt Naturschutz und nukleare Sicherheit und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Wir bedanken uns bei allen Kooperationspartner*innen und auch den Ministerien für diesen gewinnbringenden Austausch“, sagt Stephan Barthelme. Bei einem interreligiösen Treffen der Konferenz bot sich zudem die Möglichkeit, auch mit anderen konfessionellen Organisationen in Kontakt zu treten. Zudem konnten die KLJB-Delegierten in Austausch mit den Verhandlungsdelegationen der Bundesrepublik, des Vatikan und der Europäischen Union treten und für die junge Generation wichtige Forderungen formulieren.

Die KLJB wird alle Entwicklungen und Ergebnisse bis zur nächsten Klimakonferenz weiter verfolgen. Diese wird 2019 in Santiago de Chile stattfinden.

 Quelle: www.kljb.org

Copyright: KLJB-Bundesebene

 

 

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